Baugrundgutachten und geotechnische Berichte
Ein Baugrundgutachten beschreibt und bewertet die Baugrund- und Grundwasserverhältnisse eines Grundstücks. Es bildet eine wesentliche Grundlage für Gründung, Baugrube, Abdichtung, Erdbau, Wasserhaltung und weitere Planungsentscheidungen.
Warum ein Baugrundgutachten wichtig ist
Der Untergrund ist selten vollständig aus Plänen oder Geländeeindrücken ableitbar. Erst durch eine geeignete Baugrunderkundung und fachliche Auswertung lassen sich Tragfähigkeit, Setzungsverhalten, Grundwasserverhältnisse und bautechnische Risiken beurteilen.
Typische Anwendungsfälle
- Neubau von Wohn- und Gewerbegebäuden
- Erweiterungen, Umbauten und Sanierungen
- Ingenieurbauwerke, Brücken und Verkehrswege
- Baugruben, Geländesprünge und Stützbauwerke
- Wasserbau, Deichbau und Deponiebau
- unklare Boden- oder Grundwasserverhältnisse
Inhalte des geotechnischen Berichts
Der Umfang richtet sich nach Bauwerk und Fragestellung. In der Regel enthält der Bericht Angaben zu Erkundung, Schichtenaufbau, Bodenarten, Grundwasser, geotechnischen Kennwerten, Tragfähigkeit, Setzungen und Empfehlungen zur Gründung und Bauausführung.
Ablauf
- Prüfung der Projektangaben und vorhandenen Unterlagen
- Festlegung des Untersuchungsumfangs
- Baugrunderkundung und Probenahme
- Laboruntersuchungen
- Geotechnische Bewertung und Berichtserstellung
Für private, gewerbliche und öffentliche Bauvorhaben
Private Bauherren erhalten eine verständliche Grundlage für die Abstimmung mit Planer, Statiker und Bauunternehmen. Fachplaner und öffentliche Auftraggeber erhalten nachvollziehbare geotechnische Randbedingungen für Planung, Ausschreibung und Ausführung.